61 Prozent der Befragten sorgen sich, dass KI den Druck erhöht, schneller und mehr zu produzieren. Das geht aus der Vorabpräsentation „Talent Signals Reshaping the Games Industry: What the Data Shows“ von Tanja Loktionova hervor. Die Gründerin von Values Value und Mitgründerin von InGame Job wertet darin Daten des Big Games Industry Employment Survey 2026 aus.
Arbeitsqualität und Bewertung von Fähigkeiten
| Sorge im Zusammenhang mit KI | Anteil |
|---|---|
| Schneller arbeiten und mehr produzieren | 61 Prozent |
| Sinkende Arbeitsqualität | 53 Prozent |
| Schwierigere Bewertung tatsächlicher Fähigkeiten | 46 Prozent |
| Jobverlust oder geringere Nachfrage nach der eigenen Rolle | 35 Prozent |
78 Prozent geben an, dass KI ihre Arbeitsweise im laufenden Jahr verändert habe: 33 Prozent deutlich, 45 Prozent teilweise. Unter den befragten Gründern berichten 35 Prozent, auf eine Einstellung verzichtet zu haben, weil KI-Werkzeuge die Arbeit übernehmen könnten. Wie viele Gründer diese Teilfrage beantwortet haben, nennt die Präsentation nicht.
Was die Vorabfassung belegt und was offenbleibt
Als Datengrundlage nennt die Präsentation 1.800 Teilnehmende aus 90 Ländern. Bei mehreren anderen Auswertungen wird Europa ausdrücklich als Bezugsraum angegeben, bei der KI-Folie fehlt diese Kennzeichnung. Die KI-Werte werden hier deshalb nicht pauschal allen europäischen Spieleentwicklern zugeschrieben.
Die Vorabfassung enthält keine vollständige Beschreibung der Rekrutierung, Gewichtung und Teilstichproben für diese Fragen. Die Ergebnisse lassen sich daher nicht ohne Weiteres auf die gesamte Branche übertragen. Auch der Anteil der Gründer mit einer unterlassenen Einstellung ist keine Quote tatsächlich gestrichener Arbeitsplätze. Die vollständige Veröffentlichung wird für November 2026 angekündigt.
Mit Unitys generativen Werkzeugen für Assets und Editor-Aufgaben stehen bereits konkrete Anwendungen für Entwicklungsabläufe bereit. Ob solche Werkzeuge in einem Team Zeit sparen, die Qualität verändern oder höhere Vorgaben auslösen, müsste jedoch im jeweiligen Produktionsprozess untersucht werden. Die abgefragten Sorgen allein beantworten diese Fragen nicht.

