Die Bundesregierung führt eine Investitionsverpflichtung für Streaming-Dienste ein. Anbieter wie Netflix, Disney+, Amazon Prime Video und Apple TV+ sollen künftig acht Prozent ihres jährlichen Netto-Umsatzes in deutsche und europäische Produktionen investieren. Wer freiwillig zwölf Prozent oder mehr investiert, wird von der Pflicht befreit. Parallel steigt die Filmförderung auf 250 Millionen Euro pro Jahr.
Der Branchenverband Game lehnt eine Übertragung des Modells auf die Spielebranche ab. Geschäftsführer Felix Falk argumentiert, Games seien mit Filmen nur bedingt vergleichbar, da die Wertschöpfung primär durch lokale Beschäftigung und nicht durch den Inhaltsvertrieb entstehe.
Statt einer Quote fordert der Verband Steuergutschriften nach britischem, französischem und kanadischem Vorbild. Zur Begründung verweist er darauf, dass große Plattformen wie Steam, der PlayStation Store und der Nintendo eShop rund 30 Prozent jedes Verkaufs einbehalten und Deutschland zwar zu den fünf größten Absatzmärkten zählt, aber kaum Produktion vor Ort stattfindet. Die Position der Games-Branche zur Investitionsverpflichtung wurde im Detail dargelegt.
Die Förderpolitik für Games steht schon länger im Fokus. So diskutierte unter anderem Dorothee Bär auf Twitch über die Games-Politik der Union.
