Intel-Studie: Viele PCs sind für Gaming und anspruchsvolle Anwendungen veraltet

Eine von Intel zitierte Avast-Studie zur PC-Ausstattung beschreibt den Zustand vieler Rechner im März 2018 als überholt. Im weltweiten Durchschnitt waren die untersuchten PCs und Laptops mehr als fünf Jahre alt, 28 Prozent sogar älter als acht Jahre. Die Datengrundlage umfasste laut Studienbericht anonymisierte Daten von 155 Millionen privaten und geschäftlichen Systemen.

Bei 75 Prozent der analysierten Rechner kam ein Dual-Core-Prozessor zum Einsatz. Vierkernsysteme erreichten 19 Prozent, während sechs oder mehr Kerne nur bei 0,75 Prozent der Systeme vorhanden waren. 51 Prozent der PCs verfügten über vier Gigabyte Arbeitsspeicher. Für einen zeitgemäßen Entwicklungs- oder Gaming-Arbeitsplatz waren diese Werte bereits eine enge technische Basis.

Alte Hardware bremst mehrere Anwendungen

Für Textverarbeitung und einfache Webnutzung genügt auch ältere Hardware. Beim parallelen Arbeiten mit mehreren Browser-Tabs, Videowiedergabe und anspruchsvolleren Programmen können Verzögerungen auftreten. Das betrifft auch Arbeitsplätze für Spieleentwicklung, Qualitätssicherung, Streaming und Videoproduktion, an denen mehrere Anwendungen gleichzeitig laufen.

Intel verwies als mögliche Aufrüstung auf Prozessoren der achten Core-Generation und nannte Gaming sowie komplexe Content-Erstellung als Einsatzfelder. Die Empfehlung ist als Herstellerangabe einzuordnen. Ein früherer Intel-Beitrag zu standardisierten Gaming-PCs zeigte bereits, wie stark der Hersteller die PC-Ausstattung im Spieleumfeld als Leistungsfaktor positioniert.

Studie liefert Ausgangspunkt für Arbeitsplatzplanung

Die Zahlen beschreiben keinen Mindeststandard für jedes Spiel oder jede Anwendung. Sie zeigen jedoch, warum Entwicklerteams und Content-Produzenten neben der Software auch Alter, Prozessorzahl und Arbeitsspeicher ihrer Arbeitsplätze regelmäßig prüfen müssen. Für Spieleentwicklung und technische Tests kann veraltete Hardware die Aussagekraft von Messungen und Builds beeinflussen.

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