InnoGames, Zweigrößtes Deutsches Spielestudio, Entlässt 75 Mitarbeiter

Das Hamburger Spieleentwicklungsstudio InnoGames, bekannt für beliebte Mobilspiele wie “Forge of Empires” und “Rise of Cultures”, hat angekündigt, dass es 75 seiner Mitarbeiter entlassen wird. Dies entspricht einem Stellenabbau von 17 Prozent der Belegschaft und ist Teil einer strategischen Neuausrichtung des Unternehmens.

Die Entscheidung folgt auf einen Rückgang des Umsatzes, der bereits während der Coronapandemie festgestellt wurde, sowie auf enttäuschende Leistungen der nachfolgend veröffentlichten Spiele. Gegenüber Gamewirschaft, äußerte sich Laut InnoGames CEO Hendrik Klindworth dazu, das diese Restrukturierung notwendig ist, um das Unternehmen effizienter und agiler zu machen und besser auf die rasanten Marktveränderungen reagieren zu können. InnoGames plant, sich auf die Entwicklung innovativer Spielkonzepte zu konzentrieren, um neue Spieler zu erreichen.

Trotz der Veröffentlichung von Gehaltsspannen im Vorfeld der Gamescom 2022, um offene Stellen schneller zu besetzen, ist das Unternehmen nun gezwungen, diese schwerwiegende Entscheidung zu treffen. InnoGames, das seit 2007 besteht und 2017 von dem schwedischen Spielekonzern Modern Times Group (MTG) übernommen wurde, ist spezialisiert auf Aufbaustrategie-Spiele für Browser, Smartphone und Tablet.

Die Entlassenen erhalten eine Abfindung und die Möglichkeit, in eine Transfergesellschaft zu wechseln, wo sie für sechs Monate 80 Prozent ihres Gehalts beziehen und Unterstützung bei der Jobsuche erhalten. Diese Maßnahme soll insbesondere ausländischen Mitarbeitern helfen, die aufgrund ihrer Aufenthaltsgenehmigung unter Druck stehen könnten.

Laut InnoGames-Co-Gründer und -COO Michael Zillmer zielt diese Vorgehensweise darauf ab, die Betroffenen bestmöglich zu unterstützen. Die Neuausrichtung und der damit verbundene Stellenabbau werden als schwierige, aber notwendige Schritte zur Sicherung der langfristigen Marktposition des Unternehmens angesehen.

Diese Entwicklung spiegelt einen allgemeinen Trend in der Technologiebranche wider, wie bereits von InnoGames HR-Chef Andreas Lieb im Gespräch mit heise online erwähnt. Viele Unternehmen erlebten während der Coronapandemie einen Boom, sehen sich aber jetzt mit den Herausforderungen eines sich abschwächenden Marktes konfrontiert.

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