IKEA will gemeinsam mit dem Prothesenhersteller UNYQ und der E-Sport-Ausbildungsorganisation Area Academy Möbel und Zubehör für Spieler ergonomischer gestalten. Der IKEA-Newsroom beschreibt die Zusammenarbeit als Erkundung personalisierter Produkte für Gaming und den Alltag.
Im Mittelpunkt steht ein Prototyp mit individuell angepasster Sitzfläche. IKEA will dafür photometrische Verfahren und 3D-Scanning mit 3D-Druck kombinieren. UNYQ bringt Erfahrung mit medizinischen Wearables und der digitalen Anpassung von Produkten ein, Area Academy steuert Wissen über die Anforderungen an Gaming-Ausstattung bei.
Körper-Scan soll Sitzfläche anpassen
Die geplante Personalisierung richtet sich auf Ergonomie, Beweglichkeit und das Erscheinungsbild der Ausstattung. Statt einer standardisierten Sitzfläche soll ein Scan des Körpers als Grundlage für die Fertigung dienen. IKEA nennt den Ansatz im Zusammenhang mit langen Gaming-Sitzungen und der wachsenden Professionalisierung des E-Sports.
Damit rückt nicht nur die Leistung von PC und Konsole in den Blick, sondern auch der Arbeitsplatz rund um das Spiel. Zu diesem Umfeld gehören neben dem Sitzmöbel weitere ergonomische Faktoren wie die Anordnung von Bildschirmen, die bereits in einer älteren Arbeitsplatzstudie zu zwei Bildschirmen untersucht wurden.
IKEA bezeichnete das Projekt 2018 als Erkundung und stellte noch kein Serienprodukt mit Preis oder festem Marktermin vor. Der konkrete Gaming-Bezug und die Verbindung von Körperdaten, 3D-Druck und Möbelentwicklung machen den Prototyp dennoch zu einem Beispiel für neue Produktionsansätze bei Gaming-Arbeitsplätzen.

