John Carmack, Mitgründer von id Software, hat sich am 11. Juli 2026 zu den Entlassungen beim Studio geäußert. Carmack schrieb, seine frühere Einschätzung, Microsoft werde ein guter Verwalter der Marke sein, wirke angesichts des Stellenabbaus nicht mehr zeitgemäß.
Der Programmierer erklärte, er könne die wirtschaftliche Lage von id Software nicht aus den internen Büchern beurteilen. Er halte es aber für möglich, dass das Studio aus Sicht von Microsoft nur eine geringe Marge erwirtschaftet habe. Gleichzeitig verwies Carmack auf die hohen Kosten der Spieleproduktion und den Wettbewerb um die Freizeitbudgets der Spieler.
Fragen zur Wirtschaftlichkeit von id Software
Carmack nannte mehrere mögliche Stellschrauben, darunter Preisgestaltung, zusätzliche Verkaufsinhalte, effizienteres Marketing und eine breitere Ausrichtung der Spiele. Auch kürzere Entwicklungszeiten und niedrigere Produktionskosten könnten aus seiner Sicht die Wirtschaftlichkeit verbessern. Eine konkrete Bewertung der Entscheidungen von Microsoft gab er nicht ab.
Trotz seiner Kritik an der Entwicklung schloss Carmack eine Zukunft des Studios nicht aus. Das Spiel sei noch nicht vorbei, schrieb er, und er hoffe, dass sich das Team nach dem Stellenabbau neu aufstellen könne. Seinen vollständigen Beitrag veröffentlichte der id-Software-Mitgründer auf X.
