ICO: Britische Datenschutzaufsicht fordert bessere Spielepraxis

Die britische Datenschutzaufsicht ICO hat am 2. Juli 2019 Spielefirmen zu einem besseren Verständnis ihrer Datenschutzpflichten aufgefordert. Behördenchefin Elizabeth Denham sprach vor dem Digital-, Kultur-, Medien- und Sportausschuss des Unterhauses. Im Mittelpunkt stand der noch in Vorbereitung befindliche Age Appropriate Design Code.

Der Code sollte Online-Dienste erfassen, die voraussichtlich von Kindern genutzt werden, nicht nur ausdrücklich für Kinder entwickelte Spiele. Denham nannte hohe Datenschutzeinstellungen als Standard sowie Grenzen für Datenerhebung, Personalisierung und Profilbildung. Sie berichtete zugleich von Sorgen der Branche über Folgen für datengetriebene Geschäftsmodelle.

Games als Schwerpunkt künftiger Audits

Zum Zeitpunkt der Anhörung führte das ICO laut Denham keine aktiven Ermittlungen gegen die Games-Branche. Ihr Stellvertreter Steve Wood bezeichnete den Bereich aber als regulatorische Priorität. Der Code sollte später als Grundlage für Audits dienen und Datenschutz bereits in der Gestaltung der Dienste verankern.

Auch bei der GDC 2019 diskutierten Fachanwälte die DSGVO und weitere Rechtsfragen der Spieleentwicklung. Dort ging es unter anderem um Datenschutzbestimmungen, Streaming und Verfahren gegen Cheat-Anbieter.

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