Das Indie-Spiel Human Resource Machine verbindet Puzzle-Aufgaben mit elementarer Programmierlogik. Im November 2015 rückte der Titel damit einen Ansatz in den Mittelpunkt, bei dem Programmieren nicht über eine klassische Entwicklungsumgebung, sondern über kleine Büroaufgaben vermittelt wird.
In jeder Stufe erhält die Spielfigur einen Auftrag. Daten werden aus einer INBOX gelesen, verarbeitet und in eine OUTBOX geschrieben. Dafür stehen zunächst zwei Befehle zur Verfügung, später wächst die Sprache auf insgesamt elf Befehle. Die offizielle Gameplay-Video zeigt diesen Ablauf anhand der Büro-Szenarien.
Vom Büro zur kleinen CPU
Die Arbeitsumgebung bildet zentrale Bausteine eines einfachen Rechners nach. Der Büroarbeiter kann jeweils einen Datenwert halten, während Ablageplätze als Speicher dienen. Die Entwickler beschreiben das Modell als Rechner mit Eingabe, Ausgabe, Speicher und einem einzelnen Akkumulator. Damit entsteht ein direkter Bezug zu grundlegenden Konzepten der Programmierung, ohne dass bereits eine vollständige Sprache vorausgesetzt wird.
Der spielerische Aufbau steht in einer ähnlichen Bildungslinie wie der ältere Lernbereich für Gameentwicklung, den Unity 2012 mit Levels, Lektionen und kleinen Projekten plante. Human Resource Machine setzt diese Idee in einer einzelnen Puzzle-Mechanik um und macht jeden Lösungsweg unmittelbar ausführbar.
Optimierung als zweites Ziel
Neben der reinen Lösung gibt es optionale Optimierungsaufgaben. Sie prüfen, wie klein ein Programm ausfällt und wie schnell es ausgeführt wird. Dadurch geht es nicht nur um das Erreichen des Ergebnisses, sondern auch um die Auswahl einer passenden Reihenfolge von Befehlen. Die Entwickler von Tomorrow Corporation führen das Spiel unter anderem für PC über Steam, GOG und den Humble Store sowie für weitere Plattformen.
