Ein Beitrag vom 3. März 2014 stellt die Vibration API von HTML5 vor. Die technische Anleitung zur Vibration API zeigt, wie Web-Apps und Online-Spiele über JavaScript kurze haptische Hinweise an ein kompatibles Gerät senden können. Die zugrunde liegende Spezifikation stammt vom World Wide Web Consortium.
Die API ergänzt Browseranwendungen um einen Zugriff auf den Vibrationsmotor eines Smartphones oder Tablets. Der Beitrag nennt als Beispiele neue Nachrichten, Statusänderungen und Hinweise innerhalb einer Anwendung. Die Funktion arbeitet asynchron, blockiert also die weitere Ausführung von JavaScript nicht.
Vibration über JavaScript steuern
Ein einzelner Vibrationsimpuls wird über die Methode navigator.vibrate() mit einer Dauer in Millisekunden ausgelöst. Für wiederkehrende Muster akzeptiert die Funktion ein Array aus Vibrations- und Pausenzeiten. Eine Null beendet ein laufendes Muster. Damit kann ein Spiel beispielsweise zwischen einem kurzen Hinweis und einer wiederholten Warnung unterscheiden.
Die damalige Browserunterstützung war auf aktuelle Versionen von Firefox und Chrome begrenzt. Der Beitrag empfiehlt deshalb zunächst eine Prüfung, ob die Methode im jeweiligen Browser vorhanden ist. Das bleibt bei Web-APIs wichtig, weil Geräte, Browser und Berechtigungsmodelle unterschiedliche Voraussetzungen mitbringen.
Einsatz in Web-Apps und Spielen
Für interaktive Anwendungen eröffnet die Vibration API eine zusätzliche Rückmeldung ohne sichtbare Oberfläche. Denkbar sind Trefferanzeigen, Ereignisse in einem Browser-Spiel oder Benachrichtigungen in einer mobilen Web-App. Der Beitrag weist zugleich auf die mögliche Belästigung durch ungefragte Vibrationen und den zusätzlichen Stromverbrauch hin.
Die API gehört damit in dieselbe technische Reihe wie ältere Browser-Experimente, etwa die getUserMedia-Browserdemo für ein EyeToy-artiges Minispiel. Beide Beispiele zeigen, wie Sensoren und Gerätefunktionen in interaktive Webinhalte eingebunden werden können.
