HP erweitert seine OMEN-Serie um einen kompakten Desktop für den Wechsel zwischen Schreibtisch und VR-Einsatz. Die Ankündigung vom 6. Juni 2017 umfasst außerdem ein Gehäuse für externe Grafikkarten. In der offiziellen Produktankündigung nennt HP den OMEN X Compact Desktop als auf Entwicklerfeedback aus der Spiele- und VR-Branche zurückgehende Konstruktion.
Kompakter Desktop für VR und Gaming
Im OMEN X Compact Desktop arbeitet eine ab Werk übertaktete Nvidia GeForce GTX 1080. Als Prozessor ist ein nicht gesperrter Intel Core i7 der siebten Generation vorgesehen. Das Gerät kann an einer Dockingstation als stationärer Rechner genutzt und für einen VR-Einsatz mit einem optionalen Rucksack verbunden werden.
Der Rucksack nimmt den Rechner für einen kabellosen VR-Betrieb auf und nutzt austauschbare Akkus. HP plante den OMEN X Compact Desktop ab Juli 2017 für 2.499 US-Dollar. Der Rucksack sollte zusätzlich 599,99 US-Dollar kosten. Die genannten Preise sind US-Listenpreise zum Zeitpunkt der Ankündigung.
OMEN Accelerator bringt externe Grafikkarten an den Rechner
Der OMEN Accelerator verbindet externe Grafikkarten per Thunderbolt 3 mit einem kompatiblen Notebook. Das Gehäuse soll Karten von Nvidia und AMD aufnehmen, besitzt ein 500-Watt-Netzteil und kann den angeschlossenen Rechner mit bis zu 60 Watt versorgen. Hinzu kommen vier USB-3.0-Anschlüsse, USB-C und Gigabit-Ethernet. HP kündigte die Box für August 2017 zu einem Einstiegspreis von 299,99 US-Dollar an.
Damit adressiert HP zwei unterschiedliche Arbeitsweisen: Der OMEN X Compact Desktop bündelt hohe Grafikleistung in einem transportablen System, während der Accelerator einem vorhandenen Notebook eine externe Grafikkarte zur Seite stellt. Für den Entwicklungs- und Testarbeitsplatz ist besonders der Wechsel zwischen stationärer Grafikleistung und mobiler Nutzung relevant. Kompakte Gaming-PCs mit zusätzlicher Plattformanbindung waren bereits zuvor ein Thema in der Hardware-Berichterstattung zu kompakten Gaming-PCs.

