Holodeck 4.0: Fraunhofer IIS macht freie Bewegung in VR möglich

Das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS zeigte mit dem Holodeck 4.0 eine großflächige Umgebung für frei begehbare virtuelle Realität. Die Anlage verbindet Head-Mounted Displays mit präziser Ortung und projiziert digitale Szenarien auf eine Fläche von rund 1.400 Quadratmetern.

Die Nutzer bewegen sich kabellos durch die virtuelle Umgebung und können dabei mit anderen Teilnehmern dieselbe Simulation erleben. Das Fraunhofer IIS beschreibt Holodeck 4.0 als Test- und Anwendungszentrum für 3D-Modelle. Damit geht der Ansatz über eine einzelne VR-Brille hinaus und bildet auch die räumliche Bewegung innerhalb einer Simulation ab.

Tracking für Kopf, Hände und Raum

Die Lokalisierung kombiniert mehrere Sensorsysteme. Sensoren am Headset erfassen die Kopfbewegung, damit die virtuelle Welt ohne sichtbare Verzögerung angepasst werden kann. Auch die Hände lassen sich in Echtzeit verfolgen und in der Simulation darstellen. Die kabellose Anordnung ist dabei ein technischer Bestandteil des Systems, weil sie eine Bewegung über große Flächen ermöglicht.

VR-Anwendungen für Planung und Training

Das Fraunhofer IIS nennt Produktion und Logistik als mögliche Einsatzfelder. Virtuelle Modelle können bei der Planung von Anlagen, bei der Prüfung von Transportwegen und bei Schulungen eingesetzt werden. Weitere Szenarien betreffen Museen, Architektur und virtuelle Besichtigungen. Für Spieleentwickler ist vor allem die Verbindung aus Raumtracking, Mehrpersonensimulation und frei begehbaren 3D-Inhalten interessant.

Ein technischer Baustein für VR-Erlebnisse

Die Anforderungen an Tracking und Bewegungsfreiheit ergänzen die Arbeit an VR-Engines und Eingabegeräten. Ein früherer technischer Bezugspunkt ist die Unreal Engine 4.7, die 2015 ihre Rendering- und VR-Werkzeuge erweiterte. Holodeck 4.0 verschiebt den Schwerpunkt von der einzelnen Anwendung auf den Raum, in dem mehrere Personen digitale Inhalte gemeinsam erleben können.

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