Die Ankündigung von Preis und Veröffentlichungstermin von Grand Theft Auto VI (GTA 6) hat in der Videospielbranche eine rege Debatte ausgelöst. Während Branchenanalysten für das am 19. November 2026 erscheinende Epos von Rockstar Games einen historischen Verkaufsstart prognostizieren, sorgt der stationäre Einzelhandel für erste Ernüchterung. Trotz gigantischer digitaler Absätze verzeichnen Händler wie GameStop einen spürbaren Mangel an physischen Vorbestellungen.
Prognosen von bis zu 60 Millionen Einheiten im ersten Jahr
Experten sind sich einig, dass GTA 6 wirtschaftlich neue Maßstäbe setzen wird. Joost van Dreunen von Aldora prognostiziert für das erste Jahr Verkäufe von rund 38 Millionen Exemplaren, was einem Umsatz von über 3 Milliarden US-Dollar entspräche. Rhys Elliott von Alinea Analytics hält sogar 30 Millionen Verkäufe in der ersten Woche für möglich. In optimistischen Szenarien von Enders Analysis könnte das Spiel im ersten Jahr die Marke von 50 bis 60 Millionen Einheiten knacken. Solche Zahlen wären in der Branche beispiellos und würden die Dominanz von Rockstar Games untermauern.
Der Untergang der physischen Disc dämpft den Einzelhandel
Dem gegenüber steht ein Bericht von Golem.de über enttäuschende Zahlen im traditionellen Einzelhandel. Bei großen Ketten wie GameStop bleiben die erwarteten Schlangen an Vorbestellern aus. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Die physische Standard-Version von GTA 6 für 79,99 US-Dollar (in Europa 80 Euro) wird ohne physischen Datenträger ausgeliefert. In der Box befindet sich lediglich ein Download-Code. Für viele Spieler entfällt damit der Kaufanreiz einer klassischen Hülle, was den Trend zur rein digitalen Version weiter beschleunigt und den stationären Handel vor große Herausforderungen stellt.

