Google-Chefwissenschaftler Jeff Dean hat am 18. November 2025 angekündigt, dass sein Team mit dem KI-Modell Gemini 3 neue Wege der Spieleerstellung erprobt und dazu mehrere experimentelle YouTube-Playables-Titel veröffentlicht hat, die vollständig aus Texteingaben und Bildern entstanden sind. Wie stark das Modell auch ausserhalb der eigenen Demos in bestehenden Spiele-Engines funktioniert, zeigte kurz darauf der Entwickler Jos van der Westhuizen: Er meldete am 19. November 2025, mit Gemini 3 aus dem Stand ein einfaches Unity-Spiel erstellt zu haben, und veröffentlichte dazu ein kurzes Video des Ergebnisses.
Zeigt sich in den Fähigkeiten für Engine-Aufgaben
Van der Westhuizen betonte in seiner Antwort auf Deans Ankündigung, dass Gemini 3 nicht nur bei den eigens von Google produzierten Browser-Spielen überzeuge, sondern auch bei klassischen Aufgaben innerhalb einer verbreiteten Spiele-Engine wie Unity gute Ergebnisse liefere. Für Studios und unabhängige Entwickler ist das relevant, weil ein Grossteil der kommerziellen Spieleentwicklung nach wie vor auf etablierten Engines wie Unity oder Unreal Engine stattfindet und nicht auf proprietären Experimentalplattformen.
Die Debatte um den Einsatz generativer KI in der Spieleentwicklung war zuletzt ohnehin präsent: Eine Umfrage der Game Developers Conference zum Stand der Branche hatte Anfang 2026 gezeigt, dass ein Grossteil der befragten Entwicklerinnen und Entwickler generative KI-Werkzeuge weiterhin skeptisch sieht, während Werkzeughersteller wie Google parallel an immer leistungsfähigeren Modellen für genau diesen Anwendungsfall arbeiten.

