GNU Make 4.2: Neue Funktionen für parallele Builds

GNU Make 4.2 ist am 22. Mai 2016 offiziell erschienen. Das Build-Management-Werkzeug erzeugt aus Quelltexten ausführbare Dateien und andere Projektergebnisse. Die neue Version folgt auf mehr als zwei Jahre Entwicklungsarbeit.

Neue Funktionen für Build-Ketten

GNU Make 4.2 führt die Variable $(.SHELLSTATUS) ein. Sie gibt den Rückgabestatus des letzten Aufrufs von $(shell ...) oder != aus. Auch die Funktion $(file <DATEI) kann nun den Inhalt einer Datei einlesen. Fehlermeldungen und Warnungen verweisen außerdem direkt auf die betroffene Zeile im Rezept.

Die Schnittstelle zum Jobserver ist in dieser Version dokumentiert und stabil. Werkzeuge können die verfügbare Parallelität über MAKEFLAGS abfragen. Die interne Option --jobserver-fds wurde in --jobserver-auth umbenannt. Für C- und C++-Projekte in Spieleentwicklung, Tools und interaktiven Anwendungen sind diese Funktionen vor allem für reproduzierbare und parallelisierte Build-Ketten relevant.

Die vollständige Liste der Änderungen steht in den offiziellen Release Notes zu GNU Make 4.2. In der Werkzeugkette rund um native Software ergänzt GNU Make damit Veröffentlichungen wie GCC 5.1, über die bereits im April 2015 berichtet wurde.

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