Das Git-Projekt hat am 18. Mai 2018 das Wire Protocol v2 vorgestellt. Die neue Fassung filtert Referenzen wie Branches und Tags bereits auf dem Server. Clients müssen dadurch bei einem Abruf nicht mehr die vollständige Referenzliste eines großen Repositorys übertragen.
Der Wechsel betrifft die Kommunikation zwischen Git-Clients und Servern, nicht das Repository-Format selbst. Für Entwicklungsabteilungen ist das vor allem bei großen Quelltextbeständen relevant, in denen viele Branches und Tags verwaltet werden. Google nennt als Beispiel das Chromium-Repository mit mehr als 500.000 Referenzen.
Weniger Daten bei großen Repositories
Vor Protocol v2 antwortete ein Server zunächst mit einer vollständigen Referenzankündigung, selbst wenn nur ein einzelner Branch aktualisiert werden sollte. Die neue Variante erlaubt dem Client, seinen Bedarf genauer anzugeben. Google berichtete in eigenen Tests von einer dreifachen Beschleunigung bei Abrufen ohne Änderungen und von achtfach weniger Protokoll-Overhead auf den eigenen Servern.
Protocol v2 erweitert außerdem die Schnittstelle für künftige Funktionen und vereinfacht die Behandlung des HTTP-Transports. Die offizielle Git-Dokumentation zu Protocol v2 beschreibt die transportabhängigen Wege, über die ein Client Version 2 anfordern kann. Die Unterstützung war für Git 2.18 vorgesehen und knüpft damit an die zuvor veröffentlichten Änderungen in Git 2.17 an.

