Die GeForce GTX 1060 ist nicht mehr nur mit 6 GB Grafikspeicher vorgesehen. Gigabyte hat am 18. August 2016 drei GTX-1060-Modelle mit 3 GB GDDR5 angekündigt. Die kleinere Ausführung unterscheidet sich allerdings nicht allein durch die Speicherkapazität. Auch die Zahl der CUDA-Rechenkerne fällt geringer aus.
1.152 statt 1.280 CUDA-Kerne
Die Spezifikation der Gigabyte G1 Gaming 3G nennt 1.152 CUDA-Kerne und eine 192 Bit breite Speicheranbindung. Zum Vergleich: NVIDIA führte bei der im Juli gestarteten GeForce GTX 1060 mit 6 GB 1.280 CUDA-Kerne auf. Die 3-GB-Variante besitzt damit rechnerisch zehn Prozent weniger Recheneinheiten und halb so viel Grafikspeicher.
Dieser Unterschied ist keine direkte Prozentangabe für die Bildrate. Spiele belasten Recheneinheiten, Speicher und andere Teile des Systems unterschiedlich. Aus der Kernzahl allein lässt sich deshalb weder ein fester Leistungsabstand noch die Eignung für eine bestimmte Detailstufe ableiten. Für einen belastbaren Vergleich wären gleiche Szenen, Einstellungen und Rahmenbedingungen nötig.
Gigabyte bietet drei Bauformen an
Gigabyte nennt die Ausführungen G1 Gaming, Windforce OC und Mini ITX OC. Die beiden größeren Varianten verwenden Kühler mit zwei Lüftern. Das Mini-ITX-Modell ist laut Ankündigung 17 Zentimeter lang und besitzt einen einzelnen 90-Millimeter-Lüfter. Damit unterscheidet sich innerhalb derselben GPU-Klasse auch der Platzbedarf im Gehäuse.
Die G1 Gaming 3G arbeitet mit werkseitig erhöhten Taktraten. Ihre Stromversorgung und Kühlung sind deshalb als Merkmale dieses konkreten Partnermodells zu behandeln, nicht als allgemeine Eigenschaften jeder GTX 1060 mit 3 GB. Einen deutschen Einstiegspreis belegt die hier verwendete Herstellerankündigung nicht.
Modellvarianten in Tests getrennt erfassen
Für Qualitätssicherung und Hardwarevergleiche reicht die Bezeichnung GTX 1060 damit nicht aus. Speichergröße, konkrete Karte und Betriebsprofil sollten im Testprotokoll stehen. Andernfalls lassen sich Ergebnisse unterschiedlichen Konfigurationen zuordnen, obwohl der verkürzte Produktname gleich klingt. Der Artikel beschreibt die angekündigte Hardware, nicht einen eigenen Leistungstest.

