Die GNU-Projektbetreuer haben GDB 7.12 am 7. Oktober 2016 veröffentlicht. Die offizielle Release-Ankündigung nennt Rust als neue Sprache für die Fehlersuche. GDB kann damit Programme aus einer weiteren systemsnahen Entwicklungsumgebung untersuchen.
GDB 7.12 baut standardmäßig mit einem C++-Compiler. Die bisherige Konfiguration mit einem C-Compiler blieb über die Option --disable-build-with-cxx möglich. Für die Zielplattformen kamen unter anderem Andes NDS32 hinzu, während die Version auch unter Windows, GNU/Linux und weiteren Unix-Systemen eingesetzt werden konnte.
Rust, Python und GDBserver
Die Release-Notes zu GDB 7.12 führen neben Rust-Unterstützung neue Python-Funktionen für Haltepunkte und Komfortvariablen auf. GDBserver erhielt Verbesserungen bei Btrace-Aufzeichnungen sowie bei Tracepoints und schnellen Tracepoints auf mehreren Architekturen. Einige ältere Remote-Protokolle und ROM-Monitore entfielen.
GDB bleibt damit ein Werkzeug für die Analyse laufender Programme, das sich in Build-, Test- und Debugging-Prozesse technischer Teams einfügt. Die vorherige Version GDB 7.11 hatte bereits Breakpoints und AArch64-Debugging erweitert.
