Gaming Disorder Test: Vier Fragen für die Forschung

Ein internationales Forschungsteam hat am 3. Juni 2019 eine Validierungsstudie zum Gaming Disorder Test veröffentlicht. Der vierteilige Fragebogen orientiert sich an der von der WHO verabschiedeten ICD-11-Klassifikation.

Er erfasst Kontrollverlust, Vorrang des Spielens gegenüber anderen Aktivitäten, Weiterspielen trotz negativer Folgen und Beeinträchtigungen wichtiger Lebensbereiche. Die Antworten beziehen sich auf zwölf Monate; der Gesamtwert reicht von vier bis zwanzig Punkten.

Keine Diagnose anhand eines Punktwerts

Die Auswertung umfasst 560 erwachsene Spieler: 236 aus China und 324 aus Großbritannien. Die freiwilligen Stichproben sind nicht repräsentativ; weltweite Erkrankungshäufigkeiten lassen sich daraus nicht ableiten.

Der Test erfasst Schweregrad und Auswirkungen, ersetzt jedoch keine Diagnose. Einen klinisch validierten Grenzwert liefert die Studie nicht. Ein Ergebnis von fünf Punkten bedeutet deshalb nicht automatisch Gaming Disorder.

Abbildung: Faktormodell von Pontes et al. (2019), unverändert übernommen unter CC BY 4.0.

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