Games-PR: Fachleute kritisieren fehlende Krisenplanung

PR-Fachleute kritisieren fehlende Vorbereitung auf Kommunikationskrisen in der Gamesbranche. Khee Hoon Chan befragte sie für einen am 24. Juni 2019 veröffentlichten Bericht von GamesIndustry.biz. Ihre Aussagen schildern Berufserfahrungen, keine repräsentative Branchenstudie.

Die freiberufliche Beraterin Selena Sheikh empfiehlt, Zielgruppen und Kommunikationskanäle vorab zu prüfen. Befragungen oder Testgruppen könnten geplante Kampagnen erproben. Außerdem sollten PR-Verantwortliche Botschaften mit Marketing und Entwicklung abstimmen.

Agenturen erst nach Problemen beauftragt

Eine anonymisierte Agenturmitarbeiterin berichtet, Kunden kämen häufig erst mit einem bereits entstandenen PR-Problem. Dann fehle die Vorbereitung. Ein weiterer anonymisierter Gesprächspartner beschreibt kleine Studios, in denen Pressearbeit, Influencer-Kontakte, Store-Texte und Community-Management bei einer Person zusammenlaufen.

Die Gespräche behandeln damit auch Zuständigkeiten: Reputation und Unternehmenskommunikation werden mit Werbung und weiteren Marketingaufgaben vermischt. Sheikh plädiert für gezielte Weiterbildung oder Unterstützung durch erfahrene PR-Fachleute.

Spezialisierte Agenturstrukturen entstehen ebenfalls: Ranieri Gaming bündelt seit April 2019 internationale Spielekommunikation.

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