Games-Förderung in Bayern: GBM kritisiert den Haushalt 2019/2020

Games Bavaria Munich e. V. hat am 24. Mai 2019 die Förderplanung der bayerischen Landesregierung kritisiert. Nach dem Bericht von GamesWirtschaft hatte der Branchenverein eine substanzielle Erhöhung der Games-Förderung erwartet. GBM-Geschäftsführer Hendrik Lesser forderte einen Dialog mit der Politik. Der Verein sah die Bedeutung der Spieleentwicklung für die Digitalisierung nicht ausreichend berücksichtigt.

1,942 Millionen Euro jährlich für Games-Projekte

Der Einzelplan 16 des Doppelhaushalts 2019/2020 weist für innovative digitale Inhalte und Games jeweils 1,942 Millionen Euro aus. Die Erläuterungen auf Seite 35 nennen die Entwicklung von Konzepten und Prototypen sowie die Produktion hochwertiger Games in Bayern als Zwecke. Der identische Jahresansatz ist keine Zusage, dass jedes eingereichte Projekt eine Förderung erhält.

Ein gesonderter Titel enthält jährlich 635.000 Euro für den Deutschen Computerspielpreis und die Medienstandortförderung Games. Dazu zählen Fachveranstaltungen und der GamesHub. Diese Standortmittel sind deshalb nicht vollständig als Budget für einzelne Spieleproduktionen zu behandeln.

800.000 Euro aus früheren Haushalten

Digitalministerin Judith Gerlach hatte GamesWirtschaft bereits am 17. Mai erklärt, die Games-Förderung 2019 einmalig um 800.000 Euro auf gut 2,5 Millionen Euro aufzustocken. Auf Nachfrage bestätigte ihr Ministerium, dass die zusätzliche Summe aus nicht ausgeschöpften Restmitteln des Doppelhaushalts 2017/2018 stammte. Eine dauerhafte Erhöhung der jährlichen Ansätze war damit nicht verbunden.

Gerlach verwies außerdem auf die seit 2018 von der EU-Kommission genehmigten Förderregeln und kündigte an, das Profil der Landesförderung nach dem Start der Bundesförderung zu prüfen. Eine weitere konkrete Erhöhung sagte sie in der Antwort nicht zu.

Der Bund hatte bereits im November 2018 50 Millionen Euro für eine Games-Förderung im Bundeshaushalt 2019 vorgesehen. Landesetat, übertragene Restmittel und Bundesprogramm sind unterschiedliche Finanzierungsquellen. Der Streit in Bayern betraf insbesondere die erwartete längerfristige Aufstockung des Landesprogramms, nicht die Existenz der Games-Förderung.

Weitere News

Weitere News

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein