Das neue Bayerische Digitalministerium hat eine weitere Unterstützung der Games-Branche angekündigt, aber noch keinen konkreten Förderetat für die nächsten Jahre genannt. Auf Anfrage von GamesWirtschaft verwies das Ressort im Dezember 2018 auf die laufenden Haushaltsverhandlungen. Zuständig für die Games- und Filmbranche ist die von Ministerpräsident Markus Söder berufene Digitalministerin Judith Gerlach.
Ankündigung ohne festgelegten Betrag
Söder hatte bereits beim Deutschen Computerspielpreis im April 2018 zusätzliche Fördermittel in Aussicht gestellt. Das Ministerium bezeichnete Bayern gegenüber GamesWirtschaft als bisherigen Impulsgeber für den Bund und andere Länder. Die Antwort enthielt jedoch weder einen bezifferten Zuwachs noch einen Zeitpunkt für dessen Bewilligung.
Die damalige Frage an das Ministerium entstand auch durch die angekündigte Aufstockung in Nordrhein-Westfalen. Dort waren für 2019 drei Millionen Euro vorgesehen. Der Vergleich erklärt den politischen Erwartungsdruck, ersetzt aber keine Entscheidung über den bayerischen Doppelhaushalt 2019/2020.
Bundesförderung und Länderprogramme
Parallel hatte der Bund im November 50 Millionen Euro für die Games-Förderung im Bundeshaushalt 2019 vorgesehen. Bundesmittel und ein bayerischer Förderetat sind getrennte Haushaltspositionen. Aus der Bundesentscheidung folgt daher nicht automatisch eine Erhöhung der Landesmittel.
Für Studios blieb damit im Dezember 2018 offen, ob und in welcher Höhe die angekündigte Unterstützung zusätzliche Landesmittel umfassen würde. Die Ankündigung war noch kein Förderbescheid für ein konkretes Entwicklungsprojekt.

