Microsoft hat auf der E3 2019 insgesamt 21 unabhängige Spiele angekündigt, die zum Start im Xbox Game Pass erscheinen sollen. Chris Charla, Leiter des ID@Xbox-Programms, erklärte in einem Interview mit GamesIndustry.biz, warum immer mehr Studios dieses Modell akzeptieren.
Charla verwies auf die Reichweite des Abonnements. Ein Spiel könne am Veröffentlichungstag von Millionen Abonnenten ausprobiert werden. Für kleinere Teams löse das ein zentrales Problem, weil die Sichtbarkeit nicht allein über klassische Verkaufswerbung und die Platzierung in den Stores aufgebaut werden müsse.
Zu Beginn des Programms hätten viele Entwickler Bedenken gehabt, ein Spiel direkt in ein Abo aufzunehmen. Nach den Erfahrungen der ersten Jahre sieht Microsoft laut Charla jedoch mehr Spielzeit, zusätzliche Käufe und eine größere Reichweite für Titel im Programm. Die Vereinbarung soll kein Studio wirtschaftlich schlechter stellen als ein Verzicht auf den Dienst.
Daten sollen Studios mehr Sicherheit geben
Microsoft teilt mit den beteiligten Studios Leistungsdaten und aggregierte Ergebnisse. Damit sollen Entwickler nachvollziehen können, wie ihr Spiel im Dienst genutzt wird. Die Diskussion knüpft an die damalige Debatte über Game Pass als Geschäftsmodell an, die auch die Preiswahrnehmung unabhängiger Produktionen betraf.
Charla ordnete außerdem die Pläne für Project xCloud ein. Streaming sei für Studios zunächst ein weiterer Verbreitungsweg neben PC und Xbox. Die Entwicklung des Spiels und die gewünschte Spielerfahrung blieben davon getrennt. Die 21 zum Start angekündigten ID@Xbox-Titel zeigten damit auch, dass Microsoft das Abo früh als Vertriebskanal für unabhängige Spiele ausbaute.

