Firelight Technologies nennt in den Versionshinweisen zu FMOD 1.07.03 vom 17. November 2015 den Zugriff auf den siebten PS4-Prozessorkern. Der Eintrag für Build 69975 führt die neue Option FMOD_THREAD_CORE6 auf und bezeichnet den Kern ausdrücklich als neu freigeschaltet.
Die Meldung stammt damit aus der technischen Dokumentation der Audio-Middleware, nicht aus einer in diesen Unterlagen enthaltenen Sony-Ankündigung. Sie belegt die zusätzliche Option im PS4-Zweig der FMOD-API. Welche Ressourcen Sony insgesamt für Spiele oder Systemdienste reserviert, beschreibt dieser Versionsabschnitt nicht.
Zusätzlicher Zugriff ist kein Leistungsbenchmark
Sony hatte die ursprüngliche PlayStation 4 bereits 2013 mit einer AMD-Jaguar-CPU mit acht Kernen spezifiziert. Die FMOD-Änderung betrifft den Zugriff auf vorhandene Hardware, keinen neuen Prozessor. Die Versionshinweise nennen weder höhere Bildraten noch Messwerte für bestimmte Spiele. Auch eine automatische Beschleunigung bereits veröffentlichter Titel lässt sich daraus nicht ableiten.
Für die technische Bewertung sind die Zahl nutzbarer Kerne und die Arbeit innerhalb eines einzelnen Kerns getrennte Fragen. CPU-Pipelines bearbeiten Instruktionen in mehreren Stufen. Eine weitere verfügbare Ausführungseinheit ersetzt nicht von selbst Abhängigkeiten im Programmablauf. Der FMOD-Eintrag sagt nichts darüber aus, wie ein konkretes Spiel seine Aufgaben verteilt.
Dasselbe Update ergänzt laut Versionshistorie außerdem eine PS4-Funktion zum Abfragen der vom Nutzer eingestellten Controller-Lautstärke und korrigiert einen Linkerfehler in den Beispielen. Diese Punkte betreffen die Audio-Integration; sie sind keine Angaben zur allgemeinen Grafikleistung der Konsole.
Archivhinweis: Dieser Beitrag dokumentiert den Versionsstand vom November 2015. Die verlinkte offizielle API-Historie enthält auch spätere Fassungen; maßgeblich ist hier ausschließlich der Eintrag zu Version 1.07.03, Build 69975.

