Feral Interactive stellt mit GameMode einen Linux-Dienst und Bibliotheken für zeitweise Systemoptimierungen bereit. Der hier geprüfte Codebestand vom 10. April 2018 richtet sich vor allem gegen Probleme mit den CPU-Governors powersave und ondemand auf Intel- und AMD-Systemen.
Client-Bibliothek fordert den Modus für die Laufzeit an
Die damalige Projektdokumentation trennt den Hintergrunddienst gamemoded von den Client-Bausteinen libgamemodeauto und gamemode_client.h. Ein Spiel kann den Modus über den Client-Header anfordern. Fehlt der Dienst, sollen diese Client-Aufrufe ohne Wirkung bleiben, statt eine Installation zwingend vorauszusetzen.
Für nicht direkt integrierte Spiele beschreibt die README das Vorladen von libgamemodeauto.so über LD_PRELOAD, auch in den Steam-Startoptionen. Die interne Bibliothek libgamemode soll dagegen nicht unmittelbar mit dem Spiel gelinkt werden. Das heute bekannte Hilfsprogramm gamemoderun gehört nicht zu diesem frühen Stand.
Frühe Konfiguration statt späterer GPU-Optionen
Der Build verwendet Meson; die Kommunikation mit dem Dienst setzt in diesem Stand systemd voraus. Die Konfiguration liegt in /usr/share/gamemode/gamemode.ini. GameMode steht unter BSD 3-Clause. Zusätzliche Modus-Plugins und bessere Zustandserfassung nennt die README erst als geplante Funktionen.
Die Quelle belegt für April 2018 keine NVIDIA-Übertaktungsoptionen oder ein allgemeines GPU-Tuning. Auch ein garantierter Leistungsgewinn folgt nicht aus der Änderung eines CPU-Governors: Für einen Test müssen Hardware, Ausgangskonfiguration und Spiel identisch bleiben.
Feral hatte zuvor Tomb Raider für Linux angekündigt. GameMode betrifft nun die Laufzeitumgebung mehrerer Spiele statt eine einzelne Portierung. Dieser Beitrag dokumentiert den damaligen Codebestand, keine Empfehlung zur Installation dieser alten Version.

