Embracer Group: Konzern wird 2027 in zwei börsennotierte Unternehmen geteilt

Die Embracer Group hat am 20. Mai 2026 offiziell angekündigt, den Konzern in zwei börsennotierte Unternehmen aufzuteilen. Im Mittelpunkt steht die geplante Abspaltung von Fellowship Entertainment, die 2027 an der Nasdaq Stockholm gelistet werden soll. Das zweite Unternehmen bleibt unter dem Namen Embracer Group bestehen.

Fellowship Entertainment soll als IP-orientiertes Unternehmen die Entwicklung, das Publishing und die Lizenzierung großer Marken bündeln. Dazu gehören unter anderem Tomb Raider, Der Herr der Ringe, Kingdom Come: Deliverance, Metro, Dead Island, Darksiders und Remnant. Die geplante Struktur soll die Zuständigkeiten für die einzelnen Geschäftsfelder klarer trennen.

Fellowship übernimmt elf Studios

Nach den Angaben von Embracer wechseln elf Studios in die neue Gesellschaft. Genannt werden unter anderem Crystal Dynamics, 4A Games, Eidos-Montréal und Warhorse Studios. Bei der verbleibenden Embracer Group bleiben THQ Nordic mit rund 35 Studios, Aspyr und Limited Run Games. Zu den dort verbleibenden Marken zählen Gothic, Destroy All Humans und Hot Wheels Unleashed.

Die Aufteilung folgt auf mehrere Verkäufe und Abspaltungen innerhalb des Konzerns. XboxDev hatte bereits über die frühere Abspaltung der Coffee Stain Group und die Umbenennung des Restgeschäfts in Fellowship Entertainment berichtet. Die neue Mitteilung beschreibt nun die nächste Stufe mit zwei eigenständigen börsennotierten Unternehmen.

Börsenlisting für 2027 geplant

Die Notierung von Fellowship Entertainment an der Nasdaq Stockholm ist für das Kalenderjahr 2027 vorgesehen. Für die Umsetzung sind noch die Zustimmung der Hauptversammlung und weitere übliche Bedingungen erforderlich. Embracer will ab dem ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026/27 in den Berichten zwei getrennte Geschäftssegmente ausweisen, damit die Entwicklung beider Gesellschaften separat nachvollziehbar wird.

An der Spitze von Fellowship Entertainment sollen Phil Rogers und Lee Guinchard Verantwortung übernehmen. Embracer will für das verbleibende Unternehmen einen neuen Vorstandsvorsitzenden und einen neuen Finanzvorstand benennen. Die Aufteilung verändert damit sowohl die Marken- und Studiozuordnung als auch die Berichtsstruktur des bisherigen Konzerns.

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