Embracer: Lars Wingefors übernimmt Verantwortung für Fehlentscheidungen

Embracer-Chef Lars Wingefors hat im Interview mit GamesIndustry.biz Verantwortung für Fehler bei der Konzernführung eingeräumt. Er erklärte am 23. April 2024, einen großen Teil der Kritik selbst übernehmen zu können. Seine Teams und Unternehmen hätten diese nicht in gleichem Maß verdient.

Welche Entscheidungen er konkret für falsch hielt, führte Wingefors nicht aus. Er verwies auf zahlreiche mögliche Versäumnisse, verteidigte aber die grundsätzliche Strategie. Auch die Einschätzung, weiterhin das Vertrauen wichtiger Unternehmer und Studiochefs zu besitzen, stammt von ihm selbst.

Zukäufe gingen dem Sparprogramm voraus

GamesIndustry.biz beschreibt ein neunmonatiges Restrukturierungsprogramm nach sechs Jahren intensiver Übernahmen und dem Scheitern eines geplanten Milliardeninvestments. Wingefors bestätigte, dass die Asmodee-Übernahme Schulden verursacht habe, hielt den Kauf aber weiterhin für vertretbar. Die Zukaufphase ist damit nicht mit dem späteren Sparprogramm gleichzusetzen.

Das Gespräch folgte auf die angekündigte Aufspaltung von Embracer in drei börsennotierte Unternehmen. Die offizielle Absichtserklärung vom 22. April sah Asmodee, Coffee Stain & Friends sowie Middle-earth Enterprises & Friends vor. Eine Ankündigung war noch kein vollzogener Börsengang.

Korrektur vom 18. Oktober 2026: Die zeitliche Abfolge von Übernahmen und Restrukturierung wurde präzisiert. Der Beitrag dokumentiert die Aussagen vom April 2024.

Weitere News

Weitere News

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein