Electronic Arts reduziert weiter die Belegschaft

Electronic Arts (EA) hat eine weitere Welle von Stellenkürzungen angekündigt. Diese Entscheidung betrifft 670 Mitarbeiter, was 5 Prozent der Gesamtbelegschaft entspricht, und reduziert die Zahl der Angestellten auf weniger als 12.000. Diese Maßnahme folgt auf eine frühere Kündigungswelle im März des Vorjahres, bei der nahezu 800 Mitarbeiter entlassen wurden. Andrew Wilson, der CEO von EA, betont die strategische Neuausrichtung des Unternehmens auf Eigenmarken, Sportspiele und den Ausbau großer Online-Communities, um die Abhängigkeit von externen Lizenzgebern zu verringern.

Diese Umstrukturierung führt zunächst zu Kosten in Millionenhöhe, die sowohl Abfindungen als auch Ausgleichszahlungen an Lizenzgeber umfassen. Trotz der anfänglichen finanziellen Belastung erwartet EA signifikante Einsparungen, unter anderem bei den Mietkosten für Büroflächen. Die Führungsebene von EA versteht die durch diese Entscheidung verursachte Unsicherheit und bemüht sich um alternative Beschäftigungsmöglichkeiten für betroffene Mitarbeiter innerhalb des Konzerns. Die Umsetzung der Maßnahmen soll bis Anfang April abgeschlossen sein.

Laura Miele, President of EA Entertainment and Technology, weist auf eine Verschiebung der Spielerinteressen hin, insbesondere zu Open-World-Online-Spielen und Live-Service-Angeboten, die einen wesentlichen Teil des Umsatzes von EA ausmachen. In Reaktion darauf stellt das EA-Studio Respawn Entertainment die Entwicklung eines Star Wars-Solo-Shooters ein, der Gerüchten zufolge auf der Disney-Serie The Mandalorian basieren sollte. Des Weiteren gibt es Fortschritte bei der Marke Battlefield, während gleichzeitig die Niederlassung Ridgeline in Seattle geschlossen wird. Im mobilen Sektor werden mehrere Lizenz-Titel wie “Kim Kardashian: Hollywood”, “Lord of the Rings: Journey to Middle-earth”, “Tap Sports Baseball” und “F1 Mobile Racing” eingestellt.

Mit einem Jahresumsatz von 7,5 Milliarden US-Dollar zählt EA zu den größten Spieleentwicklern weltweit, bekannt für Titel wie EA Sports FC, Die Sims, Apex Legends und Need for Speed. Die Niederlassung in Köln, die einst für Marketing und Vertrieb physischer PC- und Konsolenspiele zuständig war, konzentriert sich mittlerweile auf interne Dienstleistungen. Diese strategischen Anpassungen spiegeln EAs Bemühungen wider, sich in einem sich schnell wandelnden Marktumfeld zu positionieren und zu stabilisieren.

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