EIZO bietet seinen kostenlosen Monitortest als Browseranwendung mit 13 Einzeltests an. Ohne zusätzliche Installation lassen sich unter anderem Pixelfehler, ungleichmäßige Flächen, Textschärfe und Farbabstufungen untersuchen. Das eignet sich für eine erste Sichtprüfung von Displays an Entwicklungs-, Grafik- und Gaming-Arbeitsplätzen.
Testbilder statt automatischer Messung
Die einzeln wählbaren Testszenarien reichen vom allgemeinen Testbild über Schwarz-, Weiß- und Farbflächen bis zu Blickwinkel, Gamma und Reaktionszeit. Beim Bewegungstest werden Rechtecke mit einstellbarer Geschwindigkeit verschoben. Ein Vergleich mehrerer Monitore soll mit gleicher Geschwindigkeit erfolgen; sichtbar werden dabei insbesondere Schlieren.
Diese Sichtprüfung liefert keine messtechnisch bestimmte Schaltzeit in Millisekunden. Auch das Farbmanagement des Browsers beeinflusst die Darstellung. EIZO empfiehlt deshalb im Zweifel einen Vergleich mit verschiedenen Browsern. Ergebnisse sind zudem anhand der jeweiligen Geräteklasse und Herstellerspezifikationen zu beurteilen.
Display vorbereiten und Kalibrierung getrennt betrachten
Vor der Prüfung empfiehlt EIZO etwa 30 Minuten Aufwärmzeit und eine gereinigte Displayoberfläche. Staub kann durch Reflexionen wie ein Pixelfehler aussehen. Ein abgedunkelter Raum erleichtert die Beurteilung dunkler Bildbereiche.
Eine Sichtkontrolle ist von der gezielten Abstimmung der Farbwiedergabe zu unterscheiden. Ein professionelles Display wie der NEC SpectraView Reference 322UHD unterstützt Hardwarekalibrierung mit einer 14-Bit-LUT. Der Browsertest ersetzt dieses Verfahren nicht; er kann zunächst auffällige Darstellungsfehler sichtbar machen.



