Electronic Arts hat am 22. März 2018 ein Experiment der Entwicklungsabteilung SEED vorgestellt. Ein KI-Agent lernte dabei, sich in einer vereinfachten Multiplayer-Umgebung von Battlefield 1 zu bewegen und zu kämpfen. Grundlage waren neuronale Netze sowie Training durch Versuch und Irrtum.
Der Agent beobachtete zunächst menschliche Spielabläufe und trat anschließend gegen andere trainierte Agenten an. In der Demonstration lernte er unter anderem, auf geringe Gesundheit oder knappe Munition zu reagieren. EA beschreibt das System als Forschungsarbeit, nicht als fertige Spielfunktion.
SEED untersucht neue Wege für Spiel-KI
Die Versuchsanordnung war deutlich kleiner als eine vollständige Battlefield-Partie. Das reduzierte Szenario erlaubte dem Team, Grundlagen wie Bewegung, Zielen und einfache Reaktionen kontrolliert zu trainieren. Komplexere Aufgaben wie Teamarbeit, Kartenkenntnis und der Umgang mit Klassen und Ausrüstung blieben als nächste Forschungsschritte offen.
Aus dem Experiment folgt keine bestätigte Funktion für Battlefield V. Die Meldung über einen möglichen Einsatz im nächsten Serienteil beruhte auf einer redaktionellen Schlussfolgerung, während EA offiziell nur das Battlefield-1-Experiment beschrieb. Der technische Ansatz ist dennoch für die Spieleentwicklung relevant, weil er langfristig neue Verfahren für Gegnerverhalten, Tests und Simulationen ermöglichen kann.

