DTrace für Windows: Microsoft öffnet dynamisches Tracing für Insider

Microsoft hat am 11. März 2019 die erste Ausgabe von DTrace für Windows vorgestellt. Das Werkzeug setzt Windows 10 Insider Build 18342 oder höher voraus. Unterstützt werden x64-Windows und die Untersuchung von 64-Bit-Prozessen.

Skripte setzen Tracepunkte zur Laufzeit

DTrace erlaubt dynamische Tracepunkte und bedingte Auswertung. Microsoft nennt unter anderem die Analyse von Sperrmustern und Deadlocks. Ein ETW-Provider bindet vorhandene Windows-Ereignisse ein. Für Entwickler von Build-Systemen und internen Werkzeugen ist dabei der Ablauf des laufenden Prozesses Gegenstand der Untersuchung.

Welche Ereignisse untersucht werden müssen, hängt vom jeweiligen Fehlerbild ab. Das Werkzeug ersetzt weder reproduzierbare Testfälle noch die anschließende Bewertung der Messdaten. Die mögliche Nutzung in einer Produktionspipeline ist außerdem getrennt von der damaligen Beschränkung auf Windows-Insider-Systeme zu prüfen.

Zwei Treiber mit getrennten Aufgaben

D-Skripte werden zunächst in ein Zwischenformat übersetzt. Dtrace.sys führt dieses im Kernel aus; Traceext.sys stellt benötigte Windows-Funktionen bereit. Kernelereignisse erfordern laut Microsoft einen angeschlossenen Kerneldebugger. Die Mitteilung beschreibt weitere Berechtigungs- und Sicherheitsbedingungen, nicht uneingeschränkten Zugriff auf beliebige Prozesse.

Der Port verwendet OpenDTrace. Der historische Windows-Quellcodezweig dokumentiert die erste Veröffentlichung. Beschrieben wird der Insider-Stand vom März 2019, keine heutige allgemeine Windows-Unterstützung.

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