DoubleJump: Cannon-Brawl-Entwicklerin erhebt Klonvorwurf

Theresa Duringer wirft DoubleJump vor, mit Cosmic Showdown ihr Spiel Cannon Brawl kopiert zu haben. Die Entwicklerin bezeichnete das Mobile-Spiel am 3. Juni 2019 öffentlich als nahezu exakte Kopie. Das ist ihre Anschuldigung, keine gerichtlich festgestellte Urheberrechtsverletzung.

Duringer veröffentlichte dazu Spielmaterial beider Titel. In einem weiteren Post bezifferte sie die Entwicklungszeit von Cannon Brawl auf drei Jahre. Eine unabhängige Prüfung des Programmcodes ist damit nicht dokumentiert.

Then this game came out. Cosmic Showdown. A near exact clone. pic.twitter.com/T8XEgv0vHP

— Theresa Duringer (@tduringer) June 3, 2019

For context, this is Cannon Brawl, it took me 3 years to make. pic.twitter.com/77XQAC5omW

— Theresa Duringer (@tduringer) June 3, 2019

Wettbewerbsverbindung bleibt ungeklärt

Nach Duringers Darstellung wurde Cannon Brawl bei einem kostenpflichtigen Wettbewerb eingereicht. Der Name eines damaligen Jurors sei später in den Credits von Cosmic Showdown aufgetaucht. GameDaily konnte im Originalbericht vom 4. Juni weder den Wettbewerb noch die behauptete Rolle eines DoubleJump-Mitglieds bestätigen. Diese Verbindung ist deshalb nicht als erwiesene Tatsache zu behandeln.

GameDaily fragte Duringer, DoubleJump und den YouTuber SSundee nach Stellungnahmen. Bis zur Veröffentlichung des damaligen Berichts lag keine Antwort vor. Nachdem die Presseadresse des Studios eine Fehlermeldung lieferte, kontaktierte das Magazin auch dessen Supportadresse. Das beschreibt den damaligen Berichtsstand, nicht den heutigen.

SSundee hatte Cosmic Showdown bereits in einem Werbevideo vom 18. August 2018 vorgestellt. Das Video dokumentiert die Vermarktung des Spiels, belegt aber nicht Duringers Klonvorwurf.

Cannon Brawl verbindet Artillerie und Echtzeitstrategie

Die offizielle Produktseite beschreibt Cannon Brawl als Mischung aus Echtzeitstrategie und Artilleriespiel. Luftschiffe platzieren Waffen, die auch das Gelände zerstören können. Als Entwickler nennt die Seite Theresa Duringer und Pete Andstadt. Die öffentliche Gegenüberstellung liefert zunächst einen Vergleich sichtbarer Spielabläufe, keinen Nachweis über übernommene Assets oder Quellcode.

Ein anderer Streit um ein Mobile-Spiel endete Anfang 2019 mit einer Einigung zwischen Bethesda und Behaviour. Anschließend wurde Westworld Mobile aus den Stores entfernt und zur Abschaltung angekündigt. Der damalige Fall ist kein Beleg gegen DoubleJump; für die aktuelle Anschuldigung fehlen entsprechende gerichtliche Feststellungen.

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