Die Video Electronics Standards Association (VESA) hat am 11. Dezember 2017 DisplayHDR 1.0 vorgestellt. Die offene Testspezifikation soll die Eigenschaften von HDR bei Notebook- und Desktop-Displays vergleichbarer machen.
DisplayHDR 1.0 berücksichtigt laut VESA unter anderem Helligkeit, Farbraum, Farbtiefe und Anstiegszeit. Die erste Fassung teilt die Anforderungen in drei Leistungsstufen auf. Gemeint sind Eigenschaften des Displays und der Messung, nicht die bereits bestehenden Videoformate HDR10, Dolby Vision oder HLG.
Drei Stufen für die Displaybewertung
Mit der abgestuften Prüfung wollte VESA eine klarere Grundlage für die Auswahl von HDR-Monitoren schaffen. Hersteller konnten ihre Panels anhand festgelegter Eigenschaften prüfen lassen, während Käufer technische Angaben besser vergleichen konnten. Die Anforderungen bezogen sich zunächst auf LCD-Displays für PCs.
Relevanz für Spieleentwicklung und Content-Produktion
HDR betrifft neben Filmen auch Spiele und die Erstellung von Foto- und Videoinhalten. Für Entwickler und QA-Teams ist eine definierte Displayklasse hilfreich, wenn Beleuchtung, Kontrast und Farbdarstellung geprüft werden. Auch bei der Produktion von Trailern oder Screenshots hängt die Beurteilung des Ergebnisses von der Wiedergabekette ab.
DisplayHDR 1.0 ersetzte keine Spiele- oder Grafikschnittstelle. Der Standard schuf vielmehr eine gemeinsame Messgrundlage für einen Teil der PC-Displaykette. Welche Darstellung eine Anwendung tatsächlich erreicht, hängt zusätzlich von Betriebssystem, Grafikkarte, Spiel-Engine und Inhalt ab.

