Microsoft hat am 2. Dezember 2025 im DirectX Developer Blog mitgeteilt, dass sämtliche DirectX Graphics Samples auf das aktuelle DirectX 12 Agility SDK aktualisiert wurden. Verfasst wurde der Beitrag von Alexandre Cardoso. Drei Beispiele wurden dabei so überarbeitet, dass sie das Enhanced-Barriers-Modell von Direct3D 12 verwenden, sofern Hardware und Treiber dies unterstützen. Die quelloffene Beispielsammlung steht im zugehörigen GitHub-Repository zur Verfügung.
Drei Beispiele mit Enhanced Barriers
Umgestellt wurden Multithreading, Small Resources und nBodyGravity. Sie nutzen nun das Enhanced-Barriers-Modell anstelle der bisherigen Ressourcenbarrieren von Direct3D 12. Laut Blogbeitrag steht damit ein ausdrucksstärkeres und vorhersagbareres Barrieremodell bereit, das den Synchronisierungsaufwand reduziert und die Verwaltung von Ressourcen-Layouts und Aliasing vereinfacht. Greift die Umstellung nicht, weil Hardware oder Treiber das Modell nicht bereitstellen, bleiben die Beispiele auf bestehenden Konfigurationen weiterhin lauffähig.
Enhanced Barriers wurden mit dem Agility SDK eingeführt und lösen das ältere Barrieremodell ab, das auf der Methode ResourceBarrier und den Flags vom Typ D3D12_RESOURCE_BARRIER aufsetzt. Das neue Modell trennt Synchronisierung, Zugriff und Ressourcen-Layout in eigenständige Konzepte und erlaubt damit eine feinere Steuerung der Übergänge. Technische Details sind in der Enhanced-Barriers-Spezifikation der DirectX-Specs dokumentiert.
Bezug über das Agility SDK
Das Agility SDK entkoppelt die Direct3D-12-Laufzeitkomponenten vom Betriebssystem und erlaubt Entwicklern, neue Funktionen unabhängig von Windows-Updates einzubinden. Mit der Aktualisierung der Beispielsammlung auf die aktuelle SDK-Version stehen die Beispiele auf einem einheitlichen Stand der API. Die konkrete Versionsnummer des verwendeten Agility SDK nennt der Blogbeitrag nicht.
Die aktualisierten Beispiele sind im Repository microsoft/DirectX-Graphics-Samples auf GitHub abrufbar. Für die praktische Auseinandersetzung mit dem Enhanced-Barriers-Modell verweist Microsoft Interessierte direkt auf die dort hinterlegten Quelltexte. Die drei überarbeiteten Beispiele dienen damit als Referenzimplementierungen für den Einsatz des neuen Barrieremodells in eigenen Projekten. In eine ähnliche Richtung zielt auch ein offizielles Godot-Beispiel für die Xbox-Entwicklung, das Microsoft als Vorlage für eigene Umsetzungen bereitstellt.
