Der deutsche Markt für Computer- und Videospiele hat im ersten Halbjahr 2016 deutlich zugelegt. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zehn Prozent auf 971 Millionen Euro, wie der damalige Branchenverband BIU am 8. September 2016 auf Basis von Daten des Marktforschungsunternehmens GfK mitteilte.
In der Summe enthalten sind gekaufte Spiele für PC, Konsole, Handheld und Mobilgeräte, Downloads, Abonnements sowie virtuelle Güter und Zusatzinhalte aus Mikrotransaktionen. Erstmals erfasste die Auswertung für Deutschland auch Ausgaben für kostenpflichtige Online-Netzwerke wie PlayStation Plus und Xbox Live Gold.
Virtuelle Inhalte legen stärker zu als Spieleverkäufe
Der Verkauf von Spielen blieb mit 521 Millionen Euro das größte Segment. Gegenüber dem ersten Halbjahr 2015, in dem 534 Millionen Euro umgesetzt wurden, entspricht das einem Rückgang von 2,4 Prozent. Der Bericht zum deutschen Games-Markt im ersten Halbjahr 2015 hatte noch ein Wachstum von acht Prozent ausgewiesen.
Deutlich stärker wuchsen virtuelle Güter und Zusatzinhalte. Dieses Segment kam auf 317 Millionen Euro und legte damit um 20 Prozent zu. Bei Spiele-Abonnements stieg der Umsatz um 26 Prozent auf 82 Millionen Euro. Die erstmals separat erfassten kostenpflichtigen Online-Netzwerke erreichten 51 Millionen Euro, nach 21 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das entsprach einem Plus von 144 Prozent. Die vollständigen Werte und die Methodik stehen in der offiziellen Mitteilung des BIU.
Die Datengrundlage bildete das GfK Consumer Panel mit einer repräsentativen Befragung von 25.000 Konsumenten sowie einem Handelspanel. Der BIU bezog in seine Marktbetrachtung damit sowohl den Verkauf von Spielen als auch laufende und digitale Zusatzumsätze ein.
