Der deutsche Markt für Computer- und Videospiele setzte im ersten Halbjahr 2015 rund 863 Millionen Euro um. Das waren acht Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der damalige Branchenverband BIU veröffentlichte die Zahlen am 23. September 2015 in einer offiziellen Mitteilung auf Basis von Daten der GfK. Im ersten Halbjahr 2014 hatte das Marktvolumen bei 798 Millionen Euro gelegen.
Das Wachstum verteilte sich auf mehrere Segmente. Der Umsatz mit gekauften Spielen für PC, Konsole, Handheld und Mobilgeräte stieg um drei Prozent auf 534 Millionen Euro. Die Entwicklung knüpfte an das im Frühjahr veröffentlichte Jahresergebnis des deutschen Games-Marktes an, das für 2014 ein Plus von elf Prozent ausgewiesen hatte.
Mikrotransaktionen und Abonnements wachsen
Mit virtuellen Gütern und Zusatzinhalten wurden im ersten Halbjahr 264 Millionen Euro umgesetzt. Das entsprach einem Wachstum von 15 Prozent. Auch die Einnahmen aus Abonnements legten zu und erreichten rund 65 Millionen Euro, 27 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.
BIU erwartet weiteres Wachstum
Für das Gesamtjahr 2015 erwarteten der BIU und die GfK ein zweistelliges Wachstum des deutschen Games-Marktes. Bei einer guten Entwicklung im zweiten Halbjahr hielt der Verband sogar ein höheres Plus als die elf Prozent aus dem Jahr 2014 für möglich. Die Prognose bezog sich auf die damals angekündigten Spiele und die Nachfrage nach Konsolen, Zusatzinhalten und Abonnements.
