Der Schöpfer von Death Stranding, Hideo Kojima, räumt selbst ein, das Spiel noch nicht zu verstehen. In einem Interview mit der Financial Times, das Anfang September 2019 erschien, sagte der Studioleiter von Kojima Productions: „Death Stranding, selbst jetzt verstehe ich das Spiel nicht.“ Weltanschauung und Gameplay seien vollständig neu. Sein Ziel sei es, ein Genre zu schaffen, das es bisher nicht gibt, und damit alle zu überraschen. Dass er damit ein Risiko eingeht, räumt Kojima ausdrücklich ein.
Die Trailer zum Spiel werfen seit der Ankündigung auf der E3 2016 mehr Fragen auf, als sie beantworten. Sie zeigen unter anderem unsichtbare Babys, die Hauptfigur Sam, gespielt von Norman Reedus, ausgedehnte Gespräche mit dem Regisseur Guillermo del Toro und Bedrohungen aus einer anderen Welt. Death Stranding soll im November 2019 für die PlayStation 4 erscheinen.
Games als dienstleistungsgetriebene Kunstform
Im Interview zog Kojima eine klare Linie zwischen Film und Spielen. Geschichten, die seine Generation überraschten, seien für die Spielergeneration oft nichts Besonderes mehr. Anders als in der Kunst funktioniere ein Spiel nur, wenn es bedienbar bleibe: „Eine Banane muss essbar sein, nachdem man sie schält. Autos müssen fahrbar sein.“ Weil Spiele interaktiv sind und im Hintergrund viele Menschen die Realität des Produkts tragen müssen, beschreibt er sein Studio als kunstgetriebene Dienstleistungsbranche.

