Die EU hat die Förderlinie CREA-MEDIA-2027-DEVVGIM für narrative Spiele und immersive Inhalte geöffnet. Das vorgesehene Budget beträgt 13,5 Millionen Euro. Die Ausschreibung vom 30. September weist ausdrücklich darauf hin, dass die Mittel noch von der endgültigen Verabschiedung des EU-Haushalts 2027 abhängen.
Pro Projekt sind höchstens 200.000 Euro als Pauschalzuschuss vorgesehen, bei einer Förderquote von 60 Prozent. Die elektronische Antragsfrist endet am 2. Februar 2027 um 17 Uhr Brüsseler Zeit. Gefördert wird die Konzeptentwicklung bis zum ersten Prototyp, nicht die gesamte anschließende Produktion.
Erfahrung und Rechte als Voraussetzungen
Antragsberechtigte europäische Games-, XR- und audiovisuelle Produktionsunternehmen müssen die detaillierten Länder- und Eigentumsvorgaben erfüllen. Für den Koordinator wird ein kommerziell vertriebenes Referenzwerk seit Anfang 2024 verlangt. Early-Access-Projekte, persönliche Credits und reine Auftragsentwicklung genügen dafür nicht. Publisher sind als Antragsteller ausgeschlossen.
Die Geschichte muss das Spiel durchziehen; eine Handlung nur im Intro oder Abspann reicht nicht. Auch die überwiegenden Projektrechte müssen beim Koordinator oder einem berechtigten Konsortialpartner liegen. Der Produktionsbeginn ist frühestens zehn Monate nach der Antragsfrist zu planen. Das unterscheidet die Linie von einer Förderung bereits laufender Vollproduktion.
Die offizielle MEDIA-Anlaufstelle in Spanien hat die Runde am 2. Oktober vorgestellt. Bereits frühere Creative-Europe-Förderungen für Videospiele umfassten deutsche Projekte. Die veröffentlichte Ausschreibung enthält die vollständigen Voraussetzungen; aus der maximalen Fördersumme ergibt sich kein Anspruch auf eine Bewilligung.

