Coin Master: Jurist analysierte 2019 mögliche Indizierungsfolgen

Jurist Sebastian Schwiddessen veröffentlichte am 16. Oktober 2019 eine Analyse möglicher Folgen einer Indizierung von Coin Master. Er erwartete, dass eine solche Entscheidung auch die Bewertung ähnlich monetarisierter Spiele beeinflussen könnte. Der Ausgang des Verfahrens war in seiner damaligen Betrachtung offen.

Schwiddessen rechnete wegen der neuartigen Fragestellung mit einer Prüfung durch das zwölfköpfige Gremium der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien. Die Rechteinhaber könnten schriftlich Stellung nehmen und an der mündlichen Verhandlung teilnehmen. Das war eine Beschreibung des erwarteten Ablaufs, keine Mitteilung über eine bereits beschlossene Indizierung.

Mögliche Folgen für Altersfreigaben

Eine Listenaufnahme könnte nach seiner Einschätzung spätere USK-Prüfungen und automatisierte IARC-Altersbewertungen betreffen. Außerdem hielt er weitere Verfahren gegen ähnlich gestaltete Spiele für möglich. Diese Folgen waren an eine Indizierung geknüpft, nicht bereits eingetreten.

Bereits im Mai hatte Schwiddessen einen Richtlinienentwurf zu Werbung und Kaufappellen in Mobile Games untersucht. Das Coin-Master-Verfahren war dagegen ein konkreter Einzelfall und kein verabschiedetes Regelwerk für sämtliche In-App-Käufe.

Archivhinweis: Der Beitrag dokumentiert die juristische Einschätzung vom Oktober 2019, nicht die heutige Rechtslage. Die verlinkte Analyse enthält inzwischen eine spätere Aktualisierung. Das Titelbild ist eine Illustration aus dem Bildbestand, kein Screenshot des damaligen Spielstands.

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