China: Bildungsministerium fordert weniger neue Spiele und Alterskennzeichnung

Das chinesische Bildungsministerium und sieben weitere Behörden haben am 30. August 2018 einen Plan zur Bekämpfung von Kurzsichtigkeit bei Kindern und Jugendlichen veröffentlicht. Das Dokument sieht auch Maßnahmen für die Spielebranche vor. Die Primärquelle des Bildungsministeriums nennt eine Begrenzung neu zugelassener Online-Spiele, eine mögliche Alterskennzeichnung und Einschränkungen der Nutzungszeit für Minderjährige.

Die Vorgaben sind Teil eines größeren Gesundheitsplans, der die landesweite Kurzsichtigkeitsrate bis 2023 jährlich senken soll. Für Anbieter von Online-Spielen bedeutet der Beschluss, dass die Zahl neuer Veröffentlichungen und die Spielzeit junger Nutzer stärker reguliert werden sollen. Ein verbindliches Altersfreigabesystem wurde in China zu diesem Zeitpunkt noch nicht flächendeckend umgesetzt.

Die mögliche Begrenzung neuer Veröffentlichungen trifft damit einen Markt, dessen Freigabeprozesse bereits zuvor von regulatorischen Entscheidungen abhängig waren. Das Bildungsministerium formulierte im August zunächst einen politischen Rahmen. Konkrete Verfahren und Zuständigkeiten sollten von den zuständigen Behörden weiter ausgearbeitet werden.

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