Call of Duty: Black Ops 4 erscheint als erster Hauptteil der Reihe ohne klassische Einzelspielerkampagne. Am 12. September 2018 erläuterten Treyarchs Design Director David Vonderhaar und Co-Studioleiter Dan Bunting im Interview mit Game Informer, wie es zu dieser Entscheidung kam.
Die Entwickler beschrieben die Produktion als Prozess, in dem sich Prototypen und Spielideen wiederholt verändern. Das Team musste die Ausrichtung von Black Ops 4 deshalb während der Entwicklung neu bewerten. An die Stelle der traditionellen Kampagne traten der Mehrspieler-Modus, Zombies und der neue Battle-Royale-Modus Blackout.
Prototyping verändert die Ausrichtung
Der Fall zeigt eine konkrete Produktionsentscheidung hinter einem großen Serienprojekt. Treyarch begründete im Gespräch nicht einfach eine fehlende Einzelspielerkomponente, sondern sprach über die unvorhersehbare Entwicklung von Prototypen und die daraus entstehenden Richtungswechsel. Damit wurde der Verzicht auf die Kampagne als Ergebnis der laufenden Entwicklung beschrieben, nicht als nachträgliche Kürzung einer unveränderten Planung.
Activision setzte bei Black Ops 4 zugleich stärker auf dauerhaft spielbare Online-Angebote. Der Publisher hatte bereits bei Call of Duty: WWII die Bedeutung digitaler Verkäufe und vernetzter Nutzung hervorgehoben.

