Bund startet Games-Förderung neu: bis zu 2 Millionen Euro pro Projekt, Antragsstart 30. Dezember 2024

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) hat gemeinsam mit der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) am 27. Dezember 2024 angekündigt, die Förderung von Computer- und Videospielen wieder aufzunehmen. Ab dem 30. Dezember 2024 können deutsche Studios erneut Anträge stellen. Die Mittel werden als nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt.

Förderbedingungen und Quoten

Förderfähig sind Projekte ab einer Mindestgröße von 300.000 Euro, der maximale Zuschuss je Vorhaben liegt bei 2 Millionen Euro. Die Förderquote richtet sich nach der Größe des antragstellenden Unternehmens. Große Unternehmen erhalten bis zu 25 Prozent, kleine und mittlere Unternehmen bis zu 45 Prozent und Start-ups bis zu 50 Prozent der förderfähigen Kosten. Voraussetzung für eine Förderung sind ein Kulturtest sowie ein verpflichtendes Alterskennzeichnungsverfahren.

Die Zuständigkeit ist nach Projektumfang aufgeteilt. Die BKM bearbeitet Spieleentwicklungen mit Entwicklungskosten bis 900.000 Euro, das BMWK übernimmt größere Vorhaben oberhalb dieser Schwelle sowie Prototypen. Beide Häuser setzen damit die zuvor ausgesetzte Bundesförderung fort, deren Wiederaufnahme von der Branche seit Längerem gefordert wurde. Ein Vorgeschmack auf die Wirkung gezielter Programme zeigte sich zuletzt beim Stipendium Press Start, das mit 75 neuen Studios endete.

Planungsunsicherheit durch vorläufige Haushaltsführung

Für die aus BMWK-Mitteln finanzierten Projekte gilt eine zentrale Einschränkung. Wegen der vorläufigen Haushaltsführung 2025 dürfen geförderte Vorhaben nicht über das Jahr 2025 hinausreichen. Anträge können dennoch bereits gestellt werden, um Verzögerungen bei einer späteren Anpassung der Förderregeln zu vermeiden. Für die über die BKM laufenden Mittel besteht diese zeitliche Beschränkung nicht.

Für deutsche Studios bleibt die Planbarkeit damit eingeschränkt. Längerfristige Produktionszyklen lassen sich über BMWK-Mittel derzeit nur bedingt absichern, solange kein regulär beschlossener Bundeshaushalt für 2025 vorliegt. Wie sehr die Förderunsicherheit die Stimmung in der heimischen Branche prägt, hat der Jahresreport 2025 zur deutschen Games-Branche später noch deutlich gemacht. Welche Vorhaben kurzfristig vom Neustart profitieren, hängt vorerst an der Aufteilung der Zuständigkeiten zwischen BMWK und BKM sowie an den nach Unternehmensgröße gestaffelten Quoten.

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