Bericht: Facebook sichert sich VR-Rechte an Assassin’s Creed und Splinter Cell für Oculus

Um die Attraktivität seiner Virtual-Reality-Plattformen zu steigern, setzt Facebook verstärkt auf exklusive Markenrechte bekannter Videospielreihen. Wie das US-Magazin The Information unter Berufung auf eingeweihte Kreise berichtet und GamesIndustry.biz zusammenfasst, verhandelt der Konzern über umfassende Lizenzvereinbarungen sowie gezielte Studioübernahmen für die eigene Oculus-Sparte. Zu den ersten großen Abschlüssen sollen demnach exklusive VR-Ableger der Ubisoft-Marken Assassin’s Creed und Tom Clancy’s Splinter Cell gehören.

Marken-Offensive für das Oculus-Ökosystem

Der Vorstoß wird laut dem Bericht maßgeblich von Facebook-Chef Mark Zuckerberg vorangetrieben, der die Verhandlungen persönlich begleitet haben soll. Hintergrund ist das anhaltende Problem vieler VR-Ökosysteme, ein breites Publikum abseits von Enthusiasten dauerhaft an die Hardware zu binden. Während kleinere Produktionen und Portierungen den Markt prägen, fehlten bisher zugkräftige Großproduktionen etablierter Publisher. Durch Vereinbarungen mit Ubisoft will Facebook dieses Defizit ausgleichen und neue Anreize für das Hardware-Portfolio schaffen.

Schwung nach dem Start der autarken Oculus Quest

Die Verhandlungen fallen in eine Phase wachsender Dynamik bei mobiler VR-Technik. Ende Mai 2019 brachte das Unternehmen die autarke Oculus Quest auf den Markt, die ohne externen PC oder Verbindungskabel auskommt. Innerhalb der ersten zwei Wochen erzielte die Hardware über fünf Millionen US-Dollar an Software-Umsätzen im integrierten Store. Facebook selbst äußerte sich nicht zu konkreten Partnerschaften, betonte jedoch, die Spielebibliothek kontinuierlich auszubauen, um in den kommenden Jahren ein größeres Publikum für immersive Medien zu erschließen.

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