BenQ hat am 6. Dezember 2017 den SW271 für den japanischen Markt vorgestellt. Der 27-Zoll-Monitor richtet sich an Fotografen und andere farbkritische Produktionsplätze. Es handelt sich nicht um die weltweite Erstvorstellung: Die europäische Ankündigung des SW271 stammt vom 14. September 2017.
Das IPS-Display stellt 3.840 mal 2.160 Pixel dar. BenQ nennt 10 Bit Farbtiefe, 99 Prozent Adobe RGB sowie eine vollständige Abdeckung von sRGB und Rec. 709. Die 14-Bit-3D-LUT verarbeitet Farbzuordnungen; für die Farbabweichung gibt der Hersteller durchschnittlich Delta E kleiner oder gleich 2 an. Das sind Produktangaben, keine Messwerte der Redaktion.
Kalibrierung im Monitor statt nur in der Grafikkarte
Die Hardwarekalibrierung greift auf die Bildverarbeitung des Monitors zu. BenQ nennt dafür X-Rite- und Datacolor-Messgeräte in Verbindung mit Palette Master Element. Ein Hotkey Puck wechselt die Bildmodi. GamutDuo zeigt zwei Quellen nebeneinander mit unterschiedlichen Farbräumen. Die abnehmbare Blendschutzhaube lässt sich auch bei hochkant gedrehtem Display verwenden.
USB-C ohne Power Delivery
Das offizielle Datenblatt des SW271 führt zwei HDMI-2.0-Eingänge, DisplayPort 1.4, USB-Anschlüsse und einen Kartenleser auf. USB-C bündelt Video und Daten, unterstützt aber ausdrücklich kein Power Delivery. Ein angeschlossenes Notebook benötigt deshalb weiterhin seine eigene Stromversorgung.
Die native Bildwiederholrate beträgt 60 Hz, die typische Helligkeit 350 cd/m². BenQ unterstützt HDR10-Signale. Diese Unterstützung allein belegt jedoch weder eine bestimmte Spitzenhelligkeit noch die Eignung als HDR-Referenzmonitor. Die technische Prüfung von HDR-Ausgaben muss über die bloße Annahme des Signalformats hinausgehen.
Für Entwicklungs- und Content-Teams sind die Kalibrierung und definierten Farbräume bei der Kontrolle von Texturen, Renderings und Videomaterial relevant. Dell hatte bereits im April den 4K-HDR-Monitor UP2718Q für farbkritische Arbeiten angekündigt. Der SW271 ist ein weiteres Produktionsdisplay; aus den Herstellerangaben folgt kein direkter Qualitätsvergleich zwischen den Geräten.
Archivhinweis: Der Beitrag dokumentiert die Ausstattung und regionalen Ankündigungen von 2017. Er enthält keine aktuelle Preis- oder Lieferzusage.

