In Potsdam-Babelsberg ist im Juni 2018 ein kommerzielles volumetrisches Videostudio eröffnet worden. Das Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut beschreibt die Technik als Produktionsumgebung für digitale Medien, in der Menschen und Objekte dreidimensional erfasst werden.
Das Studio im fx.Center auf dem Gelände von Studio Babelsberg umfasst 170 Quadratmeter und verfügt über 32 Kameras, die rund um eine knapp vier Meter hohe Lichtrotunde angeordnet sind. Die Software rekonstruiert daraus hologrammartige Darstellungen realer Personen und Objekte. Diese Aufnahmen können anschließend in reale und virtuelle Welten eingefügt werden.
Volumetrische Aufnahmen für VR und interaktive Medien
Mit einer VR-Brille können Betrachter die aufgezeichnete Szene aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten. Die Technologie richtet sich damit nicht nur an klassische Filmproduktionen, sondern auch an virtuelle und interaktive Medien, bei denen die Perspektive nicht auf einen festen Kamerablick beschränkt bleibt.
Für die kommerzielle Nutzung gründeten ARRI, die Fraunhofer-Gesellschaft, Interlake, Studio Babelsberg und UFA die Volucap GmbH. Die Aufnahme- und Darstellungstechnik knüpft an frühere VR-Entwicklungsumgebungen an, verschiebt den Schwerpunkt aber auf die Erfassung realer Personen und Objekte für digitale Szenen.

