Atari hat am 26. September 2017 AMD-Technik, Linux und einen Preisrahmen für die Ataribox angekündigt. Vorgesehen waren ein angepasster AMD-Prozessor mit Radeon-Grafik und 249 bis 299 US-Dollar, abhängig von Version und Konfiguration. Einen deutschen Europreis nennt die Mitteilung nicht.
Nach den ersten Ataribox-Gehäusebildern vom Juli beschrieb Atari nun ein offenes Linux-System mit einer für Fernseher ausgelegten Oberfläche. Neben Spielen waren Streaming, Webnutzung und weitere PC-Funktionen vorgesehen. Zusätzliche Spiele sollten zum Betriebssystem kompatibel sein.
Linux-Kompatibilität ist keine Zusage für jedes PC-Spiel
Eine PC-nahe Architektur beantwortet nicht automatisch die Frage, welche vorhandenen Spiele auf einem solchen Gerät funktionieren. Betriebssystem, Grafiktreiber, benötigte Laufzeitbibliotheken und Eingabesteuerung müssen zum jeweiligen Titel passen. Aus der Ankündigung lässt sich deshalb keine allgemeine Zusage für Windows-Spiele oder deren Leistung ableiten.
Crowdfunding und Verkaufsstart waren noch geplant
Atari plante eine Indiegogo-Kampagne für Herbst 2017 und die weltweite Markteinführung für Frühjahr 2018. Details zu Spieleinhalten und Partnern sollten folgen. Damit dokumentiert die Mitteilung einen Projektplan, keinen abgeschlossenen Verkaufsstart.
Für eine technische Bewertung fehlt außerdem ein eigener Test des fertigen Geräts. Ein angekündigter Chipanbieter und ein Preisrahmen reichen nicht aus, um Bildraten, Energiebedarf oder die Qualität der Softwareoberfläche zu beurteilen.
Archivhinweis: Beschrieben ist der Ankündigungsstand vom September 2017, keine aktuelle Verfügbarkeit. Das offizielle Atari-Motiv zeigt den damaligen Gehäuseentwurf, nicht ein von der Redaktion getestetes Seriengerät.

