Ein am 8. April 2017 veröffentlichter Praxistest des Asus Tinker Board beschreibt noch Lücken bei 4K-Ausgabe und GPIO-Unterstützung. Autor Tony von Einplatinencomputer.com untersuchte das Board mit TinkerOS 1.6. Die Beobachtungen stammen aus diesem Test, nicht aus einer eigenen Messung der Redaktion.
Asus dokumentiert für das Tinker Board einen Rockchip RK3288 mit vier ARM-Kernen, 2 GB LPDDR3 und Mali-T764-Grafik. Zur Ausstattung gehören Gigabit-Ethernet, WLAN, Bluetooth und eine 40-polige GPIO-Leiste. Die Anschlüsse erlauben Sensor- und Steuerungsprojekte sowie interaktive Prototypen.
32-Bit-Sysbench-Vergleich und unvollständige Schnittstellen
Im Sysbench-Test mit vier Threads benötigte das Tinker Board 81,89 Sekunden, der Raspberry Pi 3 119,67 Sekunden. Beide Systeme liefen mit 32-Bit-Distributionen. Das ist ein Ergebnis für diesen Rechentest, kein allgemeiner Vergleich von Spiele- oder Grafikleistung.
Am UHD-Monitor beobachtete der Autor nur hochskaliertes Full HD mit 30 Hz. Er führte dies auf die damalige Treiberunterstützung zurück. Die getestete GPIO-Bibliothek bot grundlegende Python-Zugriffe, während SPI, I2C, 1-Wire, Hardware-PWM und UART laut ihrer README noch fehlten.
Diese Befunde beschreiben den Softwarestand von April 2017. Sie sind keine Aussage über spätere TinkerOS-Versionen oder heutige Tinker-Board-Modelle.

