ASUS positionierte den RT-AC86U Ende 2017 als AC2900-Gaming-Router. Die offizielle Produktseite nennt bis zu 750 Mbit/s im 2,4-GHz-Band und 2.167 Mbit/s im 5-GHz-Band. Der Testbericht vom 4. Dezember 2017 prüfte zusätzlich, ob die auf Spiele ausgerichteten Funktionen einen messbaren Vorteil bringen.
Zum Funktionsumfang gehören Adaptive QoS, Game Boost und die WTFast-Integration. Über Adaptive QoS lässt sich Datenverkehr priorisieren, damit Downloads oder andere parallele Verbindungen die Übertragung eines Spiels weniger stark beeinflussen. WTFast ist als kostenpflichtiger Dienst in die Router-Oberfläche eingebunden und soll bei bestimmten Internetwegen die Latenz zu entfernten Spielservern reduzieren.
Vier Gigabit-Ports und zwei USB-Anschlüsse
Der RT-AC86U arbeitet mit einem 1,8-GHz-Dual-Core-Prozessor und bietet vier Gigabit-LAN-Ports, einen Gigabit-WAN-Port sowie je einen USB-2.0- und USB-3.0-Anschluss. ASUS unterstützt 4×4-MIMO im 5-GHz-Band, drei externe Antennen und eine zusätzliche interne Antenne. Der Router kann außerdem als Access Point, Repeater, Media Bridge oder AiMesh-Knoten eingesetzt werden.
Im Test erreichte das Gerät auf mittlere Distanz hohe Übertragungsraten und zeigte eine gute subjektive Reichweite. Einen direkten Vorteil der Game-Optimierung bei Ping und Signalstabilität stellte der Tester im WLAN-Vergleich jedoch nicht fest. Unter Last lag der gemessene Stromverbrauch bei etwa 10 bis 12 Watt.
Damit ist der RT-AC86U vor allem für Spiele- und Streaming-Arbeitsplätze interessant, die viele kabelgebundene Anschlüsse, hohe WLAN-Reserven und konfigurierbare Priorisierung benötigen. Die nominelle WLAN-Geschwindigkeit bleibt ein theoretischer Wert, weil Endgeräte diese Datenrate im Alltag meist nicht vollständig abrufen.

