Ubisoft hat offiziell bestätigt, dass vor der markierten Veröffentlichung des neuen Titels Assassin’s Creed Shadows bereits unautorisierte Zugriffe erfolgt sind. In einer Stellungnahme auf dem Social-Media-Kanal X wurde darauf hingewiesen, dass die im Umlauf befindliche Version nicht der finalen Qualität entspreche, da das Entwicklerteam weiterhin an notwendigen Patches arbeite.
Der Leak, der vor dem offiziellen Release am 20. März erfolgen sollte, stellt für den Publisher ein ernstzunehmendes Problem dar. Neben der technischen Unvollständigkeit der bereits vorab veröffentlichten Inhalte wird in der Stellungnahme betont, dass das unautorisierte Teilen von Bildmaterial die Vorfreude und das Spielerlebnis anderer negativ beeinflussen könne. Namhafte Stimmen aus der Industrie und der Entwicklergemeinschaft, unter ihnen Maurice Weber,sowie Miles Tost, haben ihre Anteilnahme an den betroffenen Teams über Social Media geäußert.
Ursächlich für den Vorfall könnten fehlerhaft ausgelieferte physische Versionen sein, die offenbar auch im PlayStation Store vorzeitig verfügbar wurden. Beweis-Screenshots und -Videos aus Foren untermauern diese These, die auf einen systembedingten Auslieferungsfehler hinweist.
Die Auswirkungen des Leaks und die damit verbundene vorzeitige Verbreitung der Inhalte treffen Ubisoft in einer Phase, in der Assassin’s Creed Shadows eine zentrale Rolle für den Umsatz und Gewinn im laufenden Geschäftsjahr sowie in den Folgequartalen einnehmen soll. Ursprünglich war für das Spiel ein Release zur Weihnachtszeit 2024 geplant, bevor der Launch auf das erste Quartal 2025 verschoben wurde. Die überraschende Terminverlegung hat zusätzlich zu den Leaks den ohnehin angeschlagenen Ubisoft-Aktienkurs belastet, wobei der aktuelle Börsenwert bei rund 1,5 Milliarden Euro liegt. Der französische Publisher lässt derzeit von externen Beratern prüfen, wie die zukünftige strategische Ausrichtung des Unternehmens gesichert werden kann.