Arduino hat am 23. Dezember 2016 Arduino IDE 1.8.0 als gemeinsame Entwicklungsumgebung für Boards von Arduino.cc und Arduino.org vorgestellt. Neben bekannten Modellen wie Uno und Mega nennt die Ankündigung unter anderem Leonardo Ethernet, Yun Mini, Industrial 101 und Uno WiFi.
Gemeinsame Board-Unterstützung und technische Änderungen
Die Versionshinweise zu Arduino 1.8.0 führen Änderungen auf, die über das Zusammenführen der Angebote hinausgehen. Unter Linux benötigt der Kommandozeilenmodus keinen X11-Bildschirm mehr. Der Builder verarbeitet Pfade mit ungewöhnlichen UTF-8-Zeichen zuverlässiger und akzeptiert die Dateiendungen .hpp und .hh in Sketches.
Die Datei core.a wird nicht mehr erneut gebaut, wenn dies unnötig ist. Das soll insbesondere bei größeren Projekten Build-Zeit sparen. Außerdem steigt das Zeitlimit für Uploads von zwei auf fünf Minuten, damit umfangreiche Programme bei langsamer UART-Übertragung nicht vorzeitig abbrechen.
SAMD-Boards benötigen den passenden Core
Für Modelle wie M0 und M0 Pro verweist Arduino auf ein aktualisiertes SAMD-Paket, das diese zusammen mit Zero und weiteren Boards unterstützen soll. Die installierte IDE-Version allein beschreibt deshalb noch nicht die vollständige Board-Konfiguration.
Die Neuerungen betreffen auch prototypische Eingabegeräte und andere Embedded-Projekte. Microsoft und Arduino hatten bereits auf der Build 2015 Werkzeuge zur Verbindung von Windows-Anwendungen mit Arduino vorgestellt. Version 1.8.0 verändert nun die gemeinsame Entwicklungsumgebung und deren Build-Verhalten, nicht diese separate Windows-Anbindung.

