Apple Vision Pro: Sonys PSVR2 Sense Controller erstmals einzeln erhältlich

Apple hat mit visionOS 26 offiziell die Unterstützung für Sonys PlayStation VR2 Sense Controller in die Apple Vision Pro eingeführt. Seit dem 11. November 2025 verkauft Apple das Eingabegerät zusammen mit einer Ladestation für 249,95 US-Dollar über den Apple Store online in den USA, der stationäre Verkauf folgte am 17. November. Es ist das erste Mal, dass die Sense Controller getrennt vom PSVR2-Headset angeboten werden.

Technisch setzt die Anbindung auf hochpräzises Bewegungstracking in sechs Freiheitsgraden, Fingerberührungserkennung und haptisches Feedback. Damit erhalten Entwickler erstmals ein Controller-basiertes Eingabemodell für die Vision Pro, das über die bisherige Steuerung per Hand- und Augentracking hinausgeht. Apple beschreibt die Schnittstelle ausdrücklich als Werkzeug für präzisere Spielmechaniken, die mit reiner Gestensteuerung nicht abbildbar waren.

Eine ungewöhnliche Kooperation zweier Plattformanbieter

Die Zusammenarbeit ist bemerkenswert, weil Apple und Sony in mehreren Märkten als direkte Wettbewerber auftreten. Dass Apple eine Sony-Hardware in den eigenen Store aufnimmt und Sony die Sense Controller erstmals losgelöst vom eigenen PSVR2-Headset vertreibt, deutet auf ein wechselseitiges Interesse hin. Apple gewinnt ein etabliertes, in Serie produziertes Eingabegerät für das noch junge Vision-Pro-Ökosystem. Sony erschließt einen zusätzlichen Absatzkanal für Peripherie, deren Entwicklungskosten bereits über die PlayStation-Plattform refinanziert sind. Brancheninterne Hardware-Kooperationen sind im VR-Segment kein Novum mehr, wie zuletzt die Meta Quest 3S Xbox Edition zeigte.

Für die Spieleindustrie ist vor allem die Signalwirkung relevant. Ein standardisierter VR-Controller auf der Vision Pro senkt die Hürde für Portierungen von VR-Titeln, die bislang auf physische Eingabegeräte angewiesen waren. Zu finden ist die Funktion an Vision-Pro-Modellen mit den Apple-Chips M2 und M5. Erste unterstützte Titel sind nach Angaben von Apple unter anderem Pickle Pro, Ping Pong Club, Spatial Rifts und Elu Legend.

Was der Controller-Support für Entwickler und den VR-Markt bedeutet

Mit dem Controller-Support rücken Spiele auf der Vision Pro stärker in den Vordergrund. Die bisherige Vermarktung betonte Produktivität und räumliches Computing, ein dedizierter Motion-Controller adressiert dagegen klassische VR-Spielszenarien, wie sie bei PC-VR und der PlayStation VR2 verbreitet sind. Entwickler, die bereits für die Sense Controller produziert haben, können ihre Eingabelogik mit geringerem Aufwand auf visionOS übertragen. Dass Plattformbetreiber den Einstieg für Studios erleichtern, passt zu einem Trend, der sich etwa daran ablesen lässt, dass das Entwicklerkonto im Microsoft Store für Unternehmen kostenlos wurde.

Noch unklar ist, wie schnell sich ein nennenswerter Katalog an Controller-Titeln aufbaut und ob Apple die Schnittstelle über die genannten Startspiele hinaus breit öffnet. Der Einzelverkauf der Sense Controller schafft jedenfalls die Voraussetzung dafür, dass Vision-Pro-Besitzer ohne PSVR2-Headset die Hardware erwerben können. Ob daraus ein tragfähiges Geschäftsmodell für beide Konzerne wird, entscheidet sich an der Verfügbarkeit kompatibler Spiele in den kommenden Monaten.

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